Der perfekte Auftrag
Um Unique Content vom Texter zu erhalten, muss ein Auftrag erteilt werden. Wenngleich sich der Auftraggeber das Endergebnis möglichst kreativ wünscht, sollte bei der Auftragsvergabe eher Standard vorherrschen. Leider erreichen mich oft äußerst fantasievolle Anfragen, aus denen ich die notwendigen Anforderungen wie eine Hellseherin heraussaugen oder in unzähligen Mails mühsam erforschen muss. Den perfekten Auftrag zu erteilen, ist schwieriger als man denkt.
Texten ist eine Dienstleistung, egal, ob es sich dabei um Erotiktexte handelt oder um einen Artikel für eine Landingpage zu KFZ-Versicherungen. Jeder Dienstleister benötigt bestimmte Vorgaben, um zu entscheiden, ob er den Auftrag überhaupt übernimmt und um ihn abwickeln zu können. Das ist langweilig und nimmt Zeit in Anspruch, ist aber absolut notwendig, damit der Auftraggeber die Texte erhält, die er sich wünscht.
Wenn ich in ein Haus neue Fenster einbauen lassen will, frage ich bei der Fensterfirma schließlich auch nicht nur nach, ob sie das tun und was es kostet. Genau wie die Fensterfirma Informationen über Größe, Material und Lage der gewünschten Fenster benötigt, um zu entscheiden, ob der Auftrag ausgeführt werden kann und was es kosten wird, braucht auch ein Texter einige Informationen vorab.
Thema und Länge
Das Thema und die Länge des Textes stehen in Kongruenz zueinander. Theoretisch schreibe ich zu jedem Thema, denn meine Recherche ist exakt und ich recherchiere gern. Natürlich sind auch mir nicht alle Themen dieser Welt geläufig, so dass ich für einige gründlicher recherchieren muss als für andere. Abhängig davon, ob der Text z.B. 100 Wörter umfasst oder 3000 Wörter, entscheide ich, ob es sinnvoll ist, einen Text zu einem mir völlig fremden Thema überhaupt anzunehmen oder nicht. Manchmal ist die Text-Recherche zu aufwendig, als dass sich der Kosten-Nutzen-Faktor rechnen würde. Manchmal kenne ich das Thema aber sehr gut und ein 100-Wörter Text lässt sich zügig verfassen. Deshalb ist es absolut notwendig, vorab zu klären, um welches Thema es sich handeln, wie lange der Text und welches Ziel mit dem Text erreicht werden soll.
Ziel
Ein Text kann lediglich für die Suchmaschinenoptimierung geschrieben werden oder aber auch inhaltlich aufgebaut sein. Viele Auftraggeber wissen nicht, was ihr Text bewirken soll und allein die Frage nach dem Ziel, empfinden sie als unangenehm und lästig, zwingt sie diese doch zu einer Auseinandersetzung, die sie allzu gern an den Texter abgegeben hätten. Ich kann allerdings nicht das Konzept des Auftraggebers schreiben. Außer er beauftragt mich dazu – was allerdings sehr viel umfassender ist als nur einen Text zu verfassen.
Manche Aufträge scheitern an dieser Nachfrage: „Was soll das Ziel des Textes sein?“ Meist misslingen Texte, die ich ohne diese Vorab-Frage verfasst habe, allerdings erst recht. Denn dann erstelle ich einen Unique Text ins Blaue hinein und nicht selten ist der Auftraggeber im Anschluss unzufrieden, weil er sich etwas völlig anderes vorgestellt hat. Diese Vorstellung gilt es, im Vorfeld möglichst exakt zu klären.
Keywords
Schlüsselwörter, die sogenannten Keywords, sind das A und O für Suchmaschinen. Nach diesen Begriffen googeln Millionen von Menschen. Entsprechend muss ein Text mit relevanten Keywords ausgestattet sein, um gefunden zu werden. Da Keywords Bestandteil meines Texter-Business sind, weiß ich, wo und wie ich aktuelle Keywords für ein Thema heraussuchen kann. Das ist u.a. Inhalt meiner Recherche. Allerdings ist es auch notwendig, dass der Auftraggeber mir seine gewünschten Keywords mitteilt, denn sie sind Teil seines Konzeptes und seiner Vermarktung des Textes. Daran kann ich ersehen, in welche Richtung der Text geschrieben werden soll, und verfasse einen hierauf zugeschnittenen Text. Sich über die Haupt-Schlüsselwörter im Vorfeld klar zu werden, ist Job des Auftraggebers. Mir diese bei einer Auftragsanfrage mitzuteilen, ebenso.
Schreibstil und Erzählform
Jeder gute Texter ist in der Lage, sowohl einen sprachlich anspruchsvollen Text zu verfassen, als auch einen, der eher umgangssprachlich den Leser anspricht. Ebenso kann er einen Text erstellen, der wie ein Erlebnisbericht eine (erfundene) Geschichte authentisch erzählt oder einen, der, in der dritten Person geschrieben, fachliche Produktinformationen vermittelt. Die Bandbreite ist riesig. Auch hier ist der Auftraggeber vorab gefragt, sich anhand seines Konzeptes darüber klar zu werden, welche Textform die beste ist, bevor er eine Auftragsanfrage startet.
Wer Texte in Auftrag gibt, muss sich folglich konzeptionelle Gedanken gemacht haben, ansonsten decke ich mit meinen Nachfragen zu einem Auftrag diese Konzept-Lücken sehr schnell auf. Das ist gelegentlich unangenehm für den Auftraggeber, führt letztendlich aber zu einem besseren Ergebnis für alle: Für mich, um die Texte für den Auftraggeber zu schreiben, mit denen er zufrieden ist, und für den Auftraggeber selbst, weil ein durchdachtes Konzept bis hin zu den richtigen Texten, Erfolg für das Projekt oder Unternehmen bringt.
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